Reifendruckkontrollsystem (RDKS) nachgerüstet

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Unser WoMo hat natürlich, da > 3.5t zGG, ab Werk kein Reifendruckkontrollsystem (RDKS), weil gesetzlich nicht vorgeschrieben. Das sehe ich aber aufgrund der hohen Radlasten als durchaus sinnvolles Zubehör an, einen schleichenden Platten (Druckverlust) zu erkennen, vermeidet den nachfolgendem Reifenplatzer und u.U. die Wohnkiste in Kleinteilen auf der BAB zusammenkehren zu müssen.

RDK-Sensor_Aussenmontage

RDK-Sensor Aussenmontage

Nun halte ich persönlich von den bisher am Markt erhältlichen RDKS – Sytemen (Tiremoni, Low-Cost-Systeme bei ELV u.a.) aufgrund der außen liegenden Sensoren, die anstatt der Ventilkappe montiert werden, nicht so viel.

Zum einen wird hierbei das Schraderventil (Autoventil) aufgedrückt, die Dichtfunktion übernimmt dann ausschließlich die Sensorkappe, zum Anderen die Sicherung dieser mit kleiner Madenschraube, da wird das Außengewinde des Ventilsitzes zwangsweise beschädigt, zumal man ja bei jeder Reifendruckanpassung den Sensor abschrauben muss (was ein Gefummel am Madenschräubchen).

Vorteil dieses Systems ist aber, man kann die Sensorbatterien wechseln, dies sei schon einmal im Voraus gesagt (soweit mir bekannt ist das an denen möglich und offenbar, so liest man in diversen Foren, auch oft schon nach 24 Monaten notwendig).

Schrader Solaris RDKS-NachrüstkitNach langer Suche bin ich nun auf ein RDKS Nachrüstkit gestoßen, das die üblichen innen liegenden Sensoren kombiniert mit einer Anzeigebox, das Schrader Solaris RDKS Nachrüstkit, Teilenummer 9054.

Die Anzeige-/Empfängerbox ist ähnlich denen, die wir von anderen Anbietern wie ELV kennen.

Anzumerken sei, das die Rad – Sensoren wie an allen Fahrzeugen mit aktivem RDKS nach ca. 6 – 8 Jahren (Schrader spricht für die verwendeten der Baureihe EZ-Sensor 2.0 von bis zu 10 Jahren) aufgrund leerer Batterien ausgetauscht werden müssen, der Satz (4 Stück) kostet dann ca. €180,-.

Aber spätestens nach dieser Zeit sollten wir ja auch über frischen Gummi, sprich Reifen, und neue Ventile nachdenken – dann spart man schon die Montagekosten.

Kurzum, das “Schrader Solaris RDKS Nachrüstkit Nr. 9054” habe ich dann in einem Online-Shop gefunden und sofort bei (www.autotechnik24.de) bestellt.

Hier will ich mal etwas Werbung (ohne Vorteile für mich) machen, denn die Kommunikation war äußerst gut und sehr freundlich.  Herr Francesco, ist, wie sich zwischenzeitlich herausstellte, auch WoMo – Eigner, dazu mit Sitz im Ländle (73466 Lauchheim – OK, für uns Südbadener liegt Lauchheim schon fast in Bayern ….).

Natürlich kann man über den örtlichen Reifenfachhandel ebenso beschaffen, diverse Großhändler für Reifendrucksensoren listen das Nachrüstkit.

Ergänzung 2019-05-03: Aufgrund des Kommentares von Herrn Francesco habe ich nun auch das “ALLIGATOR sens.it® RetroFIT-Kit 2.0” im Netz gefunden (man muss halt den richtigen Suchbegriff nutzen). Grundsätzlich auch verwendbar, jedoch ein sehr kleines Display (NoGo für mich). Preislich etwas oberhalb des Schrader Solaris angesiedelt (soweit ich Preise gefunden habe).

Zu beachten ist, das “Schrader Solaris” gibt es noch mit der Teilenummer 9052 und 9053 als Set mit Gummiventilen – die sind für’s WoMo ungeeignet. Ebenso das ältere, Schrader TPMS Nachrüstkit mit der Teilenummer 9001.

1 Antwort

  1. Hallo Herr Springmann,

    sehr guter Bericht (danke für die Werbung *smile*), der sich mit unseren Erfahrungen deckt. Wir rüsten hier momentan viele Transporter damit aus, das Solaris erfüllt endlich die meisten Anforderungen, die in der Vergangenheit an uns herangetragen wurden, speziell die Nutzbarkeit mit mehr als 4 Rädern stand hier immer öfter im Vordergrund.

    Ein paar kleine Anmerkungen möchte ich an dieser Stelle aber noch machen, die erfahrungsgemäßt von Interesse sind und die Benefits des Solaris etwas hervorheben.
    Zunächst einmal hat Schrader (wie auch schon bei den Vorgängern der Marke) wieder auf Sensoren aus dem Standardprogramm gesetzt, alle EZ 2.0 können verwendet werden, so daß man hier maximale flexibilität hat, weiter ist das System selbstaktivierend, man kann nicht vergessen, es einzuschalten, wie es z.B. bei Alligator der Fall ist. Die Sensoren können seit kurzem mit jedem Ateq VT56 programmiert werden, was ein großer Vorteil ist, da dieses Gerät weitverbreitet ist und somit auch Zweitradsätze den Reifenhändler nicht vor unlösbare Aufgaben stellen sollten.

    Was uns aber dazu bewogen hat, diese Nachrüstlösung unseren Kunden ans Herz zu legen, sind die Bereifungen unserer Kunden mit Transportern und Wohnmobilen, die oft sträflich vernachlässigt werden und demzufolge allzu oft viel zu früh ausgetauscht werden müssen. Sensible Fahrer mit einem guten Popometer sind leider die Ausnahmen, entsprechend oft wird der Reifendruck vernachlässigt, der Reifen verschleißt dann im Zeitraffer und die Folgekosten sind entsprechend hoch. Die damit verbundene Gefahr von Reifenpannen und Unfällen sollte in dem Zusammenhang auch nicht unerwähnt bleiben. Wir empfehlen hier gerade das Solaris gerne, weil es Schrader in die richtige Richtung weiterentwickelt hat. Ihr Bericht bestätigt uns hier in allen Punkten.

    Sie hatten als einen der wenigen Punkte, die Ihnen weniger gefallen haben, die Alarmschwellwerte angeführt, das war ein Thema, was ich mit diversen Leuten bei Schrader auch besprochen hatte, hierzu die Begründung und wie man das ganze an seine eigenen Bedürfnisse anpassen könnte… Die EU-Richtlinien geben diese 20% Schwellwert vor und Schrader wollte dieses System möglichst an diese Regelungen anpassen, was grundsätzlich nicht verkehrt ist, zumindest ein nachvollziehbares Argument. Man kann jetzt natürlich seine eigenen Schwellwerte ins System bringen, wenn man diese mit 0,8 dividiert, dann den reifendruck auf diesen Wert bringt und dann abspeichert. Danach dann den ursprünglich genutzten Druck in den Reifen wiederherstellen und man hat die Schwellwerte entsprechend verschoben. Im PKW-Bereich sind die 20% sicher angemessen, da wir bei 2,5 Bar Nenndruck schon bei 0,5 Bar weniger gewarnt werden. Will man also z.B. bei einem Nenndruck von 4,6 Bar dennoch schon bei 4 Bar gewarnt werden, sollte man zum “Kalibrieren” den Druck auf 5 Bar erhöhen, damit man dann mit den 20% auf 4 bar kommt. Ob das bei noch höheren Drücken auch funktioniert, müßte man an der Stelle direkt mal ausprobieren. Ich werde nächste Woche versuchen, mit Schrader-Technikern darüber zu reden. Ich werde dann ggf. hier berichten.

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