Energiespeicher – Aufbaubatterie – Eine Übersicht

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Nachdem ich in vorhergehenden Beitrag die möglichen Energielieferanten kurz beschrieben habe und letztlich meine favorisierte Variante umrissen habe, nun einen kurzen Überblick zu den Speichersytemen.

Grundsätzlich arbeiten wir bei üblichen WoMo’s mit einen 12V-Bordspannungssystem (in der Fachwelt eigentlich als 14V System beschrieben, beispielsweise in der Norm ISO7637  – Bordnetzsysteme für KFz und NFz).

Diese Systeme arbeiten typischerweise (noch) auf Basis billiger Energiespeicher, nämlich den 6/12-zelligen Bleiplattenakkumulatoren (12V – 6 Zellen, 24V meist 2*6 Zellen – Reihenschaltung zweier 12V Akkumulatoren), die primär als Starterakku verwendet werden.

Im WoMo sinnigerweise mit einem vom Motorsystem abgekoppelten zweiten Akku-System, meist über den Elektroblock (EBL) der Aufbau-Energieverteilung, im Fahrbetrieb zur Ladung dann per Relais (D+ gesteuert) werden Starter- und Aufbauakkzur Ladung aneinander gekoppelt.

Werksseitig (leider) noch oft mit nassen Akku, also Solchen, deren Elektrolyt (allgemein die Akkusäure) nicht gebunden ist, einzig wohl aus Kostengründen noch so gewählt (m.E. ausschließlich zur Gewinn-Maximierung). Nachteilig hier sind vor allem der Wartungsaufwand; beim Laden Gasen diese Akku immer aus, aber auch rein durch die Verdunstung im Betrieb (Erwärmung), aber bereits auch bei der Lagerung, geht immer Wasser durch Verdunstung verloren.

Viele dieser Akkumulatoren gehen eben mangels der notwendigen regelmäßigen Wartung unnötigerweise kaputt.

Weiterer Nachteil, die notwendigen zwangsbelüfteten Akku-Räume (Explosionsgefahr), sowie die notwendige Schlauchableitung ins Freie, sollte aus der Akku aus welchem Grund auch immer mal flüssiges Elektrolyt austreten.

Besser sind da schon die “wartungsarmen”, diese sind zumindest an den (eventuell gar nicht mehr zugänglichen) Zellenschraubverschlüssen (weitesgehendst) gasdicht und leiten das Gas ausschließlich per Schlauch ab. Bei diesen ist der Verdampfungsanteil beim Wasserverlust deutlich geringer, dafür aber die Wartung (Wasser kontrollieren/nachfüllen) nur schwer bis gar nicht möglich.

Eine Mogelpackung – scheinbar wartungsfrei, aber ohne (gelegentliche) Wartung möglicherweise ähnlich schnell kaputt wie die “Normale”.

Modernere Fahrzeuge, wie der Unsrige, verwenden als Starterakku wie auch, wenn vorhanden, als Bordakku, sogenannte AGM-Akkumulatoren. Diese sind völlig wartungsfrei, haben aber auch andere Nachteile (zumindest noch zu moderneren Speichersystemen).

Wichtig hier, falls man austauscht oder nachrüstet, jede Blei-Akku-Variante hat ihre speziellen Ladeparameter, wenn diese nicht passen, sind die neuen Akku schneller kaputt als man denkt, beispielsweise bei zu niedrigen Ladespannungen durch die dann nicht beseitigbare Sulfatisierung/Plattenkorrosion (die allerdings auch oftmals überbewertet wird).

Begriffserklärung:
Batterien sind alle Energiespeicher, die als Primärzellen gelten, also nicht wiederaufladbar (z.B. Zink-Kohle, Alkaline) sind. Wiederaufladbare (z.B. auch Alkaline besonderer Bauart, NiMH, Blei, LiIon …..) sind Sekundärzellen und werden als Akkumulator (kurz:Akku) bezeichnet. In der Praxis vermischt man jedoch gerne die Begrifflichkeiten, im Englischen wird üblicherweise nicht unterschieden, da wird begrifflich eher gemischt.